| |
   
Mostafa Akhondi
> Mostafa Akhondi,
1964 in Teheran geboren, spielte bereits einige Jahre persische
Instrumente und Klavier, bevor er die klassische Gitarre zu seinem
Hauptinstrument machte. Im Jahre 1986, nach dem Umzug nach
Deutschland, studierte er an der Rheinischen Musikschule Köln bei
Friedrich Pütz und nahm anschließend Privatunterricht bei Jens
Kienbaum und Prof. Marco Sozias. Ab 1992 studiert
Mostafa Akhondi an der
FolkwangHochschule in Duisburg bei Prof. L. Beck. Parallel zu seinem
Studium gründete er 1996 das Ensemble Awa , zu dem sowohl iranische
als auch deutsche Musiker gehörten, spielte in Gruppen mit
wechselnden Instrumentalbesetzungen und unterrichtet Gitarre an
verschiedenen Musikschulen in Köln und Teheran.
> Tardid (persisch für Zweifel ) basiert auf einem Gedicht von
Ahmad Schamlu, dem bekannten zeitgenössischen persischen Dichter.
Das Stück besteht, ebenso wie eine Suite, aus neun Musikteilen. Alle
Teile haben tänzerischen Charakter und bilden zusammen ein
vollständiges Tanzstück.
> Inhaltlich geht es um die musikalische Darstellung eines Tages,
der mit der Dämmerung und das Licht verschleiernden Morgennebeln
zaghaft und voller Melancholie beginnt und mit einem prachtvollen
Sonnenuntergang endet. Der die Dämmerung(Teil1) beschreibende
Musikteil beginnt mit dem zarten Klang der Gitarre in langsamem
Tempo. Zum musikalisch visualisierten Sonnenaufgang(Teil2) gesellen
sich Geige, Flöte und Cello hinzu. Sonne des Orients heißt der
dritte Teil des Werks, anfangs untermalt vom Klang der Tombak (der
wichtigsten der persischen Trommeln) und später auch von
traditionellem Tahrir-Gesang, einer Ney (persische Flöte) und
weiteren europäischen Instrumenten. Aber plötzlich ziehen die
Wolken(Teil4) über den Himmel und hier mischen sich die Melodien in
einander. Es regnet (Teil5) und man wartet auf die Wiederkehr der
Sonne. Der Teil Zweifel (ein bekanntes Gedicht von Ahmad Schamlu
und Titel gebend für dieses musikalische Werk) beginnt da, wo man am
Wiederkommen der Sonne zweifelt: Wird Sie überhaupt noch einmal
scheinen, dem Leben Helligkeit, Wärme und Liebe geben? Das
anschließende Stück Tanz der Sonne (Teil7) macht Mut, diese
Hoffnung nicht aufzugeben. Im Folgenden Ich und du (Teil8) geht es
um Liebe und Wünsche für einen neuen Tag, um dessen Geburt im letzen
Teil des Werks Der schöne Tag .
|
|